Weissmies 4.023m – Saas Grund

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Tag 1

Sonntags Morgens um 6:20 Uhr, zu einer Zeit wo andere noch friedlich in ihren Betten liegen treffen wir uns um ins Wallis zu fahren. Nach einer reibungslosen Fahrt sind wir bereits gegen 11:30 Uhr in Saas Almagell. Nachdem wir unsere Zimmer für die erste Nacht bezogen haben laufen wir über den abwechslungsreichen Erlebnisweg zur Allmageller Alp und genießen ein Stück Kuchen.

Auch der Abstieg ist nicht langweilig, ist in dieser schönen Gegend auch zu erwarten.

Abends belohnen wir uns mit einer leckeren Holzofenpizza bevor wir nach einem abendlichen Verdauungsspaziergang ins Bett gehen.

Tag 2

Bereits um 7 Uhr sitzen wir beim Frühstück bei Kaffee, frischen Brötchen mit Wurst, Käse und Marmelade. Nur eine Stunde später haben wir die kurze Fahrt nach Saas Grund hinter uns und sind bereits auf dem Fußweg hoch zum Kreuzboden auf 2.400m. Unterwegs dürfen wir uns noch über ein gar nicht scheues Murmeltier freuen.

Am Kreuzboden angekommen nehmen wir die Bahn für die restlichen Höhenmeter nach Hoohsaas. Das spart uns die Zeit, die wir für die anschließenden Gletscherübungen verwenden können. Neben verschiedensten Gehübungen mit und ohne Pickel, besonders auch im steilen Gelände, haben wir auch die Gelegenheit unser Wissen über die Spaltenbergung aufzufrischen. Frisch ist dabei das richtige Wort wenn man für längere Zeit in der Spalte hängt. 😀

Nachdem alles prima funktioniert hat haben wir uns ein kühles Getränk und etwas zu essen in Hohsaas verdient bevor wir zur Weissmieshütte (2.726m) absteigen.

Den Rest des Nachmittags genießen wir in vollen Zügen vor der grandiosen Bergkulisse in der Sonne bevor wir nach einem schmackhaften und reichlichen Drei-Gänge-Menü in unsere Betten verziehen.

Tag 3

Na so was, trotz der Höhe prima geschlafen und nicht geschnarcht behaupte ich mal. Meine Mitschläfer haben was anderes erzählt. Auf jeden Fall war es kein Problem um Drei Uhr in der Früh aus dem Bett zu kommen. 10 Minuten später sitzen wir bereits beim Frühstück. Kurz nach vier Uhr stehen wir fertig angezogen mit Rucksack vor der Hütte und suchen uns im Weg unserer Stirnlampen den Weg nach Hohsaas. Apropos Stirnlampe, es hilft nicht wenn man frische Batterien in die Lampe macht und diese einen Fehler und somit eine schnelle Selbstentladung hat. Das Resultat war ein schummriges Licht, sodass ich den direkten Anschluss an meine Mitwanderer suchte um nicht im Dunkeln zu laufen. Glücklicherweise standen wir eine weitere Stunde später bereits im leichten Morgengrauen am Einstieg zum Gletscher und konnten ohne Stirnlampen weiter.

Anfangs flach wurde der Weg immer steiler, an der Schlüsselstelle angekommen dann so steil, dass wir die Abstände stark verkürzten. Dieser Steilhang war bald überwunden, der Weg bereits wesentlich flacher, als plötzlich die Sonne hinter der Weissmies vorkam. Im Glitzern des Firn fehlten mir die Worte, so schön.

Vor dem sehr breiten und wieder etwas steileren Schlussgrat machten wir nochmals eine Pause. Um 9:30 Uhr waren wir oben, auf 4.023m. Glückwünsche, Fotos, noch mehr Fotos, Panorama, Traumwetter. In dem Moment wollte ich nirgendwo anders sein.

Der Abstieg verlief ohne nennenswerte Momente. Etwas nachteilige waren die hohen Temperaturen und der stellenweise schon sehr sulzige Schnee. Um 12:30 hatten wir den Gletscherbereich verlassen und saßen eine halbe Stunde später in Hohsaas bei einem kalten Getränk.

Am Nachmittag stand, wie nicht anders zu erwarten, Relaxen und Entspannung auf dem Plan.

Tag 4

Heute sollte es auf das Lagginhorn gehen. Leider hatte der Wetterbericht vom Vorabend Recht behalten. Es nieselte als für um vier Uhr aufstanden. Es nieselte auch noch als wir mit dem Frühstück fertig waren. Das Lagginhorn war zwar frei, aber es war auch stärkerer Regen und Sturmböen zu erwarten.

Wir sagten die Tour aufs Lagginhorn ab und gingen stattdessen um 6:00 Uhr den Klettersteig aufs Jegihorn an. Den Bericht dazu findet Ihr hier.

Gegen Mittag waren wir wieder unten am Parkplatz uind kurze Zeit später auf dem Heimweg. Unser Ausflug ins Wallis verkürzte sich somit um einen Tag. Das Schöne dabei war, dass wir mit dem fehlenden Lagginhorn nun einen Grund haben wieder zu kommen. 🙂

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