ganz schön früh wars, als uns der Wecker Samstag früh aus dem Tiefschlaf riss. 3:15 Uhr stand da, noch nicht mal Vögel waren zu hören. Egal, raus aus den Federn und ab unter die Dusche. Danach ging es schon wesentlich besser. Jetzt hieß es noch Brötchen schmieren und die Trinkblase füllen. Drei Liter sollten reichen. Kurz nach vier Uhr waren wir bereits auf dem Weg unsere Freunde Silke und Frank abholen, und um fünf Uhr an unserem Ziel, dem Parkplatz unterhalb des Herz-Jesu Kloster in Neustadt an der Weinstraße. Und da war schon jede Menge los.

Insgesamt wurden heute sage und schreibe 124 Wanderer erwartet, welche sich als gemeinsames Ziel den Pfälzischen Königsweg auserkoren hatten. Das Event wird übrigens nicht von einem Wander- oder Alpenverein organisiert, sondern man höre und staune von einem Geocacher auf www.geocaching.com. „KoenigDickBauch“ ist sein Nick, und in diesem April fand diese Veranstaltung bereits zum zehnten Mal statt!

Noch schnell ein letztes Müsli gegessen, die Stirnlampen aufgesetzt und los gings, hinein in die Dunkelheit. Eine gute Stunde später auf der Kalmit graute bereits der (dem?) Morgen, allerdings mit recht wenig Aussicht, die sich auch den ganzen Tag nicht wesentlich bessern sollte. Aber das tat der guten Laune keinen Abbruch, und wir wanderten fröhlich weiter auf unserem noch recht langen Weg.

An der Stelle vielleicht mal ganz kurz ein paar Eckdaten dieser Wanderung:

  • Die Streckenlänge beträgt über 50 Kilometer.
  • Es sind mehr als 2.500 Höhenmeter zu überwinden. Nimmt man die Abstiege dazu haben wir sogar 5.000!
  • Und damit es ein echter Könisgweg ist, besteigen wir zwölf Gipfel, alle um die 600 Meter.

Sehr abwechslungsreich ging es immer wieder hoch und runter, durch unterschiedliche Gegenden und vorbei an Hütten, an Türmen, an Seen. Es wurde wirklich nie langweilig.

Immer wieder gab es Pausenpunkte an denen KoenigDickBauch bereit stand und uns mit Getränken und süßen Energiespendern versorgte. Der Höhepunkt hierbei war der vorletzte Pausenpunkt an dem es nicht nur frischen heißen Kaffee gab sondern auch die legendären Nussecken. Einige hundert Meter vorher sah man bereits den Parkplatz und etliche Mitwanderer ihren Schritt beschleunigen. Mehr als die Hälfte war mittlerweile schon geschafft, und noch immer waren alle frohgelaunt. Die Ausfälle hielten sich dabei sehr in Grenzen.

Auf den letzten Kilometern gab es nochmals einige sehenswerte Motive, und zum Schluss die heiß ersehnte Belohnung, leckerer Spießbraten vom offenen Grill. Alleine der war die Wanderung schon wert.

Wer jetzt glaubt, dass er so eine Massenveranstaltung nicht braucht, täuscht sich. Durch das doch recht unterschiedliche Leistungsniveau der einzelnen Teilnehmer und die lange Strecke waren überwiegend sehr kleine Gruppen unterwegs, die sich lediglich an den Pausenpunkten wieder fanden.

Wir kamen an unsere Grenzen, und die Muskeln, Gelenke und die Füße taten ein wenig weh. Aber es war eine tolle Erfahrung gepaart mit Stolz auf die eigene Leistung.

Tourdaten

[sgpx gpx=“/wp-content/uploads/gpx/pfaelzische_koenigsweg.gpx“]

4 Kommentare

  1. Hallo
    Findet die Veranstaltung jedes Jahr statt und falls ja wann in 2018?
    Wir sind eine Gruppe von fünf Leuten, die sich auf den Megamarsch (Frankfurt – Weinheim) im Oktober vorbereiten wollen und wir sind der Meinung, die Wanderung auf dem Pfälzischen Königsweg wäre eine passende Möglichkeit dazu.

    Mit freundlichen Grüßen
    Volker Müller

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein