Murgleiter Etappe 5 – von Baiersbronn zum Schliffkopf

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Grinden am Schliffkopf
Grinden am Schliffkopf

Die letzte der fünf Etappen des Premiumwanderweges Murgleiter führt vom Murgleiterportal hoch zur Schwarzwaldhochstraße bis zum Schliffkopf. An einem schönen Spätsommertag machen wir uns auf den Weg.

Die Anreise von Karlsruhe nach Baiersbronn bewältigen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das S-Bahn Netz des Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und seiner Partner ist weitreichend und flächendeckend. Die Fahrt ist bequem, entspannt, nachhaltig und vor allem preiswert. Mit einem Regio X Plus Ticket können fünf Personen für 27,- € einen ganzen Tag im Netz fahren.

Kurz vor 10 Uhr erreichen wir die Haltestelle Baiersbronn Schulzentrum. Eine Viertelstunde später stehen wir bereits am Murgleiterportal und somit am Start unserer heutigen Wanderung.

Murgleiterportal
So kann man Murgleiter auch verstehen.

Der Himmel zeigt sich noch bewölkt, die Temperaturen sind etwas kühler aber angenehm zum Laufen. Es ist Samstag und wenig los. Wir sind die ersten Kilometer ganz allein unterwegs, herrlich. Eine Viertelstunde später erreichen wir unser erstes Ziel. Vor uns steht der Rinkenturm, auch König Wilhelms-Turm genannt und 1914 erbaut vom Württembergischen Schwarzwaldverein. Er ist immer offen, und natürlich müssen wir hoch und die Aussicht genießen.

Abwechslungsreich, mal auf schmalen Pfaden, mal auf breiten Forstwegen führt uns der Weg zur Wanderhütte Sattelei. Leckere schwäbische Vespergerichte und eine herrlich in der Sonne gelegene Terrasse laden hier zum Verweilen ein.

Von hier wandern wir weiter nach Mitteltal. Das liegt Schwarzwaldtypisch und sehr idyllisch im Murgtal umgeben von sanften Hügeln und jeder Menge Wald. Die Sonne hat es mittlerweile geschafft die meisten Wolken zu vertreiben. Sie sorgt für die perfekte Beleuchtung der zahlreichen Fotomotive und zaubert ein vergnügtes Lächeln auf unsere Gesichter.

Mitteltal ist ein kleines Dorf mit vielen blumengeschmückten Häusern, entlang der Murg gebaut. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Auf einer Wiese auf der anderen Seite grast friedlich eine große Schafherde.

Unser nächstes Ziel war früher mal die stolze Burg Tannenfels, einsam mitten im Wald auf einem 10 Meter hohen Sandsteinfelsen gelegen. Ihre Aufgabe war es die Straße zum Ruhestein zu überwachen und zu beschützen. Heute sind nur noch ein paar Mauerreste zu finden, und eine Himmelstreppe.

Nach einer kurzen Pause wandern wir weiter und erreichen schon bald darauf Obertal. Es liegt, der Name verrät es schon, Richtung Schwarzwaldhochstraße gesehen oberhalb von Mitteltal. 😀 Es ist mindestens genauso schön und reizvoll. Die Murg begleitet uns immer noch.

Nachdem wir Obertal verlassen haben, erreichen wir kurze Zeit später mit einem kleinen Umweg über einen Schnapsbrunnen endlich Buhlbach. Für den Kulturpark Glashütte mit seiner 250 Jahre alten Geschichte über die damalige Glasindustrie ist heute leider keine Zeit. Eine gesperrte Straße und ein reduzierter Busverkehr erfordert die Einhaltung unseres Wanderplans. Schade.

Die Mittagspause in der Forellenzucht Sigwart mit seinem Fischerstüble halten wir allerdings ein. Zuviel Gutes schon haben wir von den leckeren Buhlbachforellen gehört, als dass wir uns diesen kulinarischen Leckerbissen entgehen lassen. Die geräucherten Forellen sind aber auch wirklich ganz hervorragend.

Gut gestärkt und mit aufgefüllten Flüssigkeitsspeichern nehmen wir uns die verbleibenden sieben Kilometer vor. An der immer schmäler werdenden Murg entlang geht es auf grünen Wiesen, weiß schimmerndem Gras und ganz schmalen Pfaden Meter um Meter hoch unserem Ziel entgegen. Unterwegs kommen wir am ziemlich unscheinbaren  Murgursprung vorbei.

An der Schwarzwaldhochstraße angekommen ändert sich plötzlich das Landschaftsbild. Statt der bisher baumreichen Region zeigen sich jetzt plötzlich hochmoorartige Feuchtgebiete, fast baumfrei. Wir sind bei den Grinden angelangt. Dieses Naturschutzgebiet gibt es so nur hier im Nordschwarzwald. Am Schliffkopf werden wir auf 1.053m außerdem mit einer schönen Weitsicht auf das Rheintal und die Ausläufer des Schwarzwalds belohnt.

Gerade mal 10 Minuten sind es bis zum Parkplatz und der Bushaltestelle. Der letzte Bus für diesen Tag kommt fast pünktlich um 17:00 Uhr und bringt uns nach Freudenstadt. Hier haben wir eine halbe Stunde Aufenthalt bis unsere S-Bahn kommt. Das reicht noch für einen Kaffee. Auf der Heimfahrt hängen wir unseren Gedanken nach und lassen diese schöne Wanderung Revue passieren. Der Schwarzwald hat soviel schönes zu bieten. Ein wundervoller Tag ist zu Ende.

Mach mal Pause
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